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Der Blick aus dem Vier-Augen-Gesicht hat
im Vergleich zum Vorgänger eindeutig an Ausdruck dazugewonnen. Auch die Karosserie ist
filigraner geworden, obwohl sie natürlich die E-Klasse nicht verleugnen kann. Die
Ahnenreihe der oberen Mittelklasse reicht bis ins Jahr 1957. Illustre Vorgänger schrieben
als "Ponton", "Heckflosse" oder "Strich-Achter"
Automobilgeschichte. 1995 kam die erste E-Klasse mit dem Vier-Augen-Gesicht, 2002 dann die
zweite Generation der E-Klasse auf den Markt. Wir fuhren den E200 mit einen
1,8-Liter-Kompressor-Motor in Elegance-Ausstattung und Tealitblau-Metallic-Lackierung.
Beim Entriegeln schaltet sich innen
automatisch das Licht ein. Edle Materialien, klasse Verarbeitung, da empfängt einen
gleich das Ambiente, dass man bei einem Mercedes erwartet. Das Platzangebot ist üppig,
man sitzt komfortabel vorne wie hinten. Die Sitzpolster sind mit Leder bezogen
(Sonderausstattung). Beide Vordersitze sind sportlich konturiert und teilweise elektrisch
einstellbar, mit mechanisch einstellbarer Lendenwirbelstütze versehen, der Beifahrersitz
verfügt über ein Sitzbelegungserkennung mit Gewichtssensor. Die Übersicht über die
Karosserie ist nach vorne recht gut, nach hinten hilft die aufpreispflichtige Einparkhilfe
immens.

Das Interieur ist in Pazifikblau gehalten
mit Zierleisten in Wurzelnuss braun und Chromeinlagen. Das Armaturenbrett zeigt einen
elegant Schwung. Das Cockpit ist logisch gestaltet, trotz vieler Knöpfe und Schalter
verliert man doch nicht ganz den Überblick. Allerdings sitzt das Display fürs
Navigationssystem etwas tief: Gut, dass es noch die Anzeige zwischen Tacho und
Drehzahlmesser gibt. Der Schalthebel ist im Weg, wenn man an den tief sitzenden
CD-Wechsler (noch unter dem Navigationssystem) will. Ansonsten kann man nicht klagen, dass
Bedientasten und Anzeigen außer Reichweite wären.

Ablagen gibt es reichlich und in jeder Größe, inklusive eines Brillen- und Handyfaches
in der Mittelkonsole sowie zwei Fächern in der vorderen Armlehne. Den Fondpassagieren
stehen neben den Fächern in den Türen und an den Rückseiten der Vordersitze noch ein
Fach in der Mittelarmlehne zur Verfügung, welches aber serienmäßig von der
Gebrauchsanleitung blockiert wird. Der Kofferraum fasst Familien-Reise-taugliche und gut
nutzbare 540 Liter bei 535 kg erlaubter maximaler Zuladung. Unter der Laderaumabdeckung
befindet sich dank des fehlenden Reserverades ein weiteres sehr geräumiges Fach für Dinge, die auch bei
geöffneter Kofferraumklappe besser verborgen bleiben.Vier Verzurrösen im Kofferraum
erleichtern das Sichern der Ladung.

Über der Basisausstattung
"Classic" gibt es die Ausstattungslinien "Elegance" und
"Avantgarde". Ab der Basisausstattung verfügt die E-Klasse über eine
funkfernbediente Zentralverriegelung mit Innenschalter, automatischer Verriegelung und
Crash-Sensor sowie Heckdeckelfernentriegelung (mit Innenschalter), elektrische
Fensterheber vorne und hinten, Komfort-Tipp-Blinker, elektrisch einstellbare und
beheizbare Außenspiegel, die Zwei-Zonen-Klimaautomatik Thermatic, einen Reiserechner (ist
so etwas wie ein abgespeckter Bordcomputer), Audiosystem mit Radio und CD-Spieler,
Multifunktionslenkrad, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Ausstiegs- und
Reflexionsleuchten, Fahrlichtassistent (automatisches Fahrlicht), Regensensor,
Wärmedämmglas, den Reifenreparatursystem Tirefit mit elektrischer Luftpumpe und
Leichtmetallräder. Die Kopfstützen im Fond sind elektrisch herunter klappbar, was die
Sicht nach hinten immerhin verbessert. Die beiden Sonnenblenden verfügen über
beleuchtete Spiegel.

In der Elegance-Ausstattung kommen
serienmäßig unter anderem, Lederlenkrad, Zierleisten in Wurzelnuss braun sowie
verschiedene Chromapplikationen, in die Außenspiegelgehäuse integrierte
Umgebungsleuchten, Leuchten im Fußraum sowie hochwertigere Leichtmetallräder dazu. Als
Sonderausstattung verfügte unser Testwagen über Lederpolster, Bi-Xenon-Scheinwerfer,
eine asymmetrisch geteilt umlegbare Rücksitzbanklehne, die Einparkhilfe Parktronic für
vorne und hinten, Navigationssystem, ein Audiosystem mit Radio, CD-Wechsler und
Cassettenspieler, ein eingebautes Mobiltelefon, ein Schiebe-Hebe-Dach, Sitzheizung vorne
sowie einen Schalthebel in Leder.

Der 1,8-Liter-Kompressor-Motor mit 163 PS
ist der Einstieg bei den Ottomotoren. Der kleinste Benziner ist zugleich auch der einzige
Vierzylindermotor im Ottomotoren-Programm der E-Klasse, dessen Spitze der E55 AMG mit acht
Zylindern und 476 PS bildet. Fünf Common-Rail-Selbstzünder zwischen 122 und 260 PS
runden die Motorenpalette ab.

Im Antritt hat der Motor mit der über
1,5 t schweren Karosserie schon viel zu tun. Eine Beschleunigung von Null auf Tempo 100
schafft der E200 aber doch in 9,6 Sekunden. Der Durchzug ist zunächst eher verhalten,
aber wenn der Wagen erst mal läuft, dann läuft er ganz gut. Sein maximales Drehmoment
von 240 Nm liegt bei 3.000 bis 4.000 Touren an. An Steigungen tut er sich allerdings auch
schon unbeladen etwas schwer, dann ist runterschalten angesagt. Die Höchstgeschwindigkeit
von 230 km/h verspricht souveränen Langstrecken-Komfort und zügige Überholmanöver. Der
Motor läuft ruhig und kultiviert, kann aber in puncto Laufruhe nicht ungedingt Bestmarken
setzen. Die manuelle Sechsgang-Schaltung schaltet sauber und präzise, nur der
Rückwärtsgang ist zuweilen etwas hakelig.
Der Verbrauch empfiehlt ihn nicht gerade
für den Stadtverkehr: Mit 11,6 Litern Superbenzin je 100 km ist er innerorts dabei,
außerorts offenbart er seine Qualitäten mit 6,1 Litern je 100 km. Im gemischten
Verbrauch nach EU-Norm genehmigt er sich bei ökonomischer Fahrweise 8,4 Liter Kraftstoff
(alles Herstellerangaben). Der Motor erfüllt die Abgasnorm EU4.

Der Wagen hat Heckantrieb und besticht
mit gutem Geradeauslauf, was mit einem Radstand von 2,85 m nicht verwundert. Die Lenkung
spricht gut an und ist präzise, aber um die Mittellage etwas indifferent. Das Fahrwerk
der Limousine mit Gasdruckstoßdämpfern, Schraubenfedern und Stabilisator ist sehr
komfortabel ausgelegt, fast schon zu weich, was die Lenkung etwas schwammig wirken lässt.
Kleine Unebenheiten werden weich weggefiltert, grobe Unebenheiten quittiert das Fahrzeug
mit Aufbaubewegungen und Poltern.

Unser Testwagen stand auf
16-Zoll-Leichtmetallrädern mit 225/55er Reifen, Serie sind 205/60er Reifen. Obwohl
Breitreifen Traktion und Seitenführung verbessern, ist das ESP doch in schnellen Kurven
eine wertvolle Hilfe, denn das Heck drückt ja doch ganz leicht nach außen. Im flotten
Slalom zieht er sicher seine Spur und auf kurviger Piste macht er sogar richtig Spaß. Der
recht große Wendekreis hier macht sich der lange Radstand negativ bemerkbar
kommt hier weniger zur Geltung. Das Airmatic-Dual-Control-Fahrwerk mit adaptiver
Luftfederung hat bei einer Testfahrt mit einem E500
einen besseren Eindruck hinterlassen!
Die Bremsen (Scheibenbremsen rundum,
vorne innenbelüftet) sprechen schnell an, wirken zwar auf den kräftigen Tritt nicht so
richtig bissig, verzögern aber erstklassig und bringen das Fahrzeug sicher und
schnellstens zum Stehen. Dazu tragen zum einen natürlich auch die breiteren Reifen bei.
Zum anderen hat Mercedes seiner E-Klasse dafür aber auch alles an technischen Raffinessen
mitgegeben, was zur Zeit technisch möglich ist. Das reicht von elektronischer
Bremskraftverteilung und Bremsassistent bis hin zu Sensotronic Brake Control. Das
elektrohydraulische Bremssystem Sensotronic Brake Control arbeitet mit ABS und ESP
zusammen. Es bietet beim Bremsen in Kurven zusätzliche Sicherheitsreserven durch
unterschiedliches Abbremsen der kurvenäußeren und kurveninneren Räder.

Die Sicherheitsausstattung ist umfassend
und technisch auf höchstem Niveau: Die passiven Sicherheitsfeatures reichen von
Verformungszonen vorne und hinten, einer steifen Fahrgastzelle und integriertem
Seitenaufprallschutz über Drei-Punkt-Gurte und Kopfstützen auf allen Plätzen sowie
Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer und Windowbags für vorne und hinten
bis hin zum Upfront-/Überrollsensor und einer Zentralverriegelung mit Crash-Sensor, der
im Falle eines Crashs die zuvor verschlossenen Türen entriegelt. Die Kindersitzerkennung
auf dem Beifahrersitz erkennt allerdings nur speziell von Mercedes freigegebene
Kindersitze mit Transponder. Antriebsschlupf-Regelung mit ESP, eine Bremsanlage mit ABS,
Bremskraftverteilung, Bremsassistent und dem elektrohydraulischen Bremssystem Sensotronic
Brake Control sowie eine Bremsbelagverschleißanzeige runden die Sicherheitsausstattung
ab. Die Isofix-Kindersitzvorrüstung auf der Rückbank, die Reifendruckkontrolle
(unabdingbar für Reifen mit Notlaufeigenschaften) und die Bi-Xenon-Scheinwerfer sowie die
Einparkhilfe kosten Aufpreis.

Ab 33.582 Euro steht die E-Klasse
Limousine beim Händler als E200 CDI mit 122 PS in der Basisausstattung Classic.
Der E200 Kompressor beginnt in der Preisliste mit 35.206 Euro, für die
Elegance-Ausstattung kommen noch einmal 1.833 Euro drauf. Aufpreis kosten unter anderem
die Metallic-Lackierung, Leder-Schalthebel und Lederpolster sowie Bi-Xenon-Scheinwerfer.
Die Versicherungen stufen den E200 in die Typklassen 17 /
20 / 32 ( KH / VK / TK) ein. Der Mercedes-Händler gibt die gesetzlich garantierten zwei
Jahre Sachmängelhaftung auf den Neuwagen. DaimlerChrysler gibt eine dreißigjährige
Garantie gegen Durchrostung von innen nach außen. Die Mobilitätsgarantie MobiloLife gilt
in 24 Ländern Europas über 30 Jahre beim Einhalten der Inspektionsintervalle. Für die
Wartungs-Intervall-Anzeige errechnet der Wartungsrechner, wann der nächste Service
fällig wird. |