Privatimport & Grauimport chinesischer Autos: Diese Risiken drohen

Typgenehmigung, Garantie und Kosten beim Import nicht offiziell angebotener Modelle
RA
1A-Automarkt Fahrzeugredaktion
Veröffentlicht & aktualisiert: 30.07.2026 · Artikel-ID 50944-3

Manche chinesischen Modelle wecken in Deutschland großes Interesse, obwohl sie offiziell gar nicht angeboten werden – der Changan UNI-V ist dafür das bekannteste Beispiel. Wer solche Fahrzeuge über Privat- oder Grauimport beschafft, sollte die Konsequenzen kennen.

Typgenehmigung und Zulassung

Fehlt eine gültige EU-Typgenehmigung, wird die Zulassung deutlich aufwändiger und teilweise nur über eine Einzelbetriebserlaubnis möglich. Das verursacht zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand, den offiziell importierte Fahrzeuge nicht haben.

Kosten: Kein Vorteil gegenüber dem offiziellen Import

Ausgleichszoll, regulärer Einfuhrzoll und Einfuhrumsatzsteuer fallen beim Import unabhängig davon an, wer das Fahrzeug einführt. Wer selbst importiert, zahlt in der Regel dieselben Abgaben wie der Hersteller, jedoch ohne dessen Einkaufsvorteile bei Fracht und Abwicklung – ein Direktimport spart also meist kein Geld.

Häufige Fragen

Warum gibt es den Changan UNI-V nicht offiziell in Deutschland? +
Changan tritt in Deutschland unter der Marke Deepal mit den Modellen S05 und S07 an, nicht unter dem Namen „Changan" mit dem UNI-V. Das Modell zirkuliert deshalb nur über Privat- oder Grauimport-Kanäle.
Spart der Privatimport eines chinesischen Autos Geld? +
In der Regel nicht. Zölle und Einfuhrumsatzsteuer fallen unabhängig vom Importeur an, sodass Privatimporteure meist dieselben Abgaben zahlen wie Hersteller, jedoch ohne deren Einkaufsvorteile.
Quellen: EU-Zollbestimmungen, Herstellerangaben, eigene Recherche (Stand 30.07.2026). Diese Seite wird redaktionell laufend aktualisiert.

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