Der Kia Optima im Test

Der Kia Optima im Test


Der koreanische Automobilhersteller Kia verspricht mit dem neuen Optima mehr Raum, Komfort und Assistenten. Die Kollegen der „Autobild“ haben ihn getestet und fanden vor allem eins: mehr Ruhe. 

Mehr Ruhe in einem Diesel-Automobil, welches seinem Vorgänger nahezu eins-zu-eins gleicht? Ja, Kia hat das mit einfachsten Mitteln bewerkstelligt. Dank besserer Dämmung ist es den Koreanern gelungen, den neuen Kia Optima mit 1,7-Liter-Vierzylinder-Motor eine angemessene Lautstärke im Innenraum anzueignen. Bei geschmeidigen 100 km/h auf dem Tacho hört man zwar die Reifen über den Asphalt rauschen, den Wind um die Fenster säuseln, aber vom Motor relativ wenig, wie in einer VW-Limousine.

Gelassenheit auf Rädern

Der Kia Optima brummt zwar dieseltypisch mit dunklem Sound, allerdings jederzeit in angemessener Ruhe, welche eine Mittelklasse-Limousine heutzutage einfach mitbringen muss. Trotz tiefem Gebrumme zieht der Optima jedoch nicht allzu schnell an, was an den 141 PS (statt 136 PS) in einer 4,85-Meter-Limousine liegen. Gegen eine BMW-Limousine zieht der Kia an der Ampel wohl den Kürzeren, aber dennoch reicht die Ausstattung des Koreaners allemal.

Laut Werksangaben reißt der Optima die 100 km/h nach zehn Sekunden und bringt in der Spitze 195 km/h auf den Tacho. Die Kollegen der „Autobild“ gewinnen diesen Werten aber auch etwas Positives ab. Der Optima entschleunige die Fahrt. Die Hektik bliebe einfach draußen und das automatische DSG-Getriebe trage hierzu mit seinen sanften Schaltvorgängen bei. Selbst auf weiten Fahrten drücken die großen, straff gepolsterten Sitze nicht und im Fond finden auch großgewachsene Fahrgäste Beinfreiheit vor.

Der Sportmodus passt nicht

Der Kia Optima im Test
Die neugewonnen Ruhe spiegelt sich auch im Fahrwerk nieder. Via Knopfdruck in der Mittelkonsole kann der Fahrer zwischen sportlicher harter – diese Abstimmung passt irgendwie so rein gar nicht zum große Kia Optima – und einer butterweichen Dämpfereinstellung entscheiden. Bei Buckeln und Wellen schaukelt der Optima geschmeidig mit, nur gegen den leicht holprigen Abrollkomfort bleibt die Dämpferverstellung machtlos. Kopfsteinpflaster und Gullydeckel bringen die Limousine zwar ein wenig ins Stolpern was die Ruhe im Innenraum betrifft, aber nicht ins Wanken.

In Sachen Sicherheit wurde der neue Kia Optima mit einer ganzen Reihe neuer Assistenten ausgestattet, welche immer dann eingreifen sollen, wenn es mal brenzlig werden könnte. So finden sich im Optima ein neuer Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, ein Spurhalte- und Spurwechselassistent sowie ein Querverkehrwarner, adaptives Kurvenlicht, Fernlichtassistent und eine Verkehrszeichenerkennung wieder, allesamt dazu geschaffen, um die Fahrt so ruhig wie möglich zu gestalten.

Der Kia Optima ist in der Basisversion ab 24.998 Euro erhältlich, der mit allen Extras ausgestattete Testwagen schlägt mit 41.500 Euro zu Buche. Obendrauf gibt es von Kia noch gängige sieben Jahre Garantie.

Technische Daten Kia Optima 1.7 CRDi • Motor: Vierzylinder, Turbo, vorn quer • Hubraum: 1685 cm³ • Leistung: 104 kW (141 PS) bei 4000/min • max. Drehmoment: 340 Nm bei 1750/min • Vmax: 195 km/h • 0–100 km/h: 11,0 s • Antrieb: Vorderradantrieb, Siebengang-Doppelkupplung • Tankinhalt: 70 l • L/B/H: 4855/1860/1465 mm • Kofferraum: 510 l • Leergewicht: 1605 kg • EU-Mix: 4,4 l Diesel/ 100 km • Abgas CO2: 116 g/km



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